Hum, die kleinste Stadt der Welt

Hum ist eine Stadt im Norden von Istrien, unweit der Slowenischen Grenze. Die Mikrostadt, sie wird als die kleinste Stadt der Welt bezeichnet, hat einen ehrenamtlichen Bürgermeister, der jährlich neu bestimmt wird. Die 30 Einwohner, die mit der Aktion eines Mitmenschen zufrieden sind, fügen auf dessen Holzstab Kerben hinzu. Wer am Ende eines Jahres die meisten Kerben vorzuweisen hat, wird neuer Amtsträger. Unter seiner Leitung wird dann der ehrenamtliche Gemeinderat gewählt.  

An einem Steintisch in der Loggia wurde ab dem 16. Jahrhundert über mehrere Jahrzehnte hinweg der Gemeinderat für ein Jahr gewählt. Diese Zeremonie wurde 1997 wieder eingeführt. 

Die barocke Kirche Maria Himmelfahrt wurde 1802 an der Stelle einer älteren aus dem 13. Jahrhundert stammenden und im Jahr 1609 umgebauten Kirche erbaut. Im Kircheninneren befinden sich fünf reichlich geschmückte Marmoraltäre und kostbare Gemälde. Der freistehende Kirchturm wurde 1552 errichtet.
Das zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert entstandene Stadttor erhielt seine Form im Jahr 1562. Die zweiflügelige Portaltür aus Kupfer mit den beiden großen Handgriffen und dem Türklopfer wurde 1981 eingebaut.
Im Norden außerhalb der Stadtfestung steht die romanische Friedhofskirche des heiligen Hieronymus aus dem 12. Jahrhundert, im Jahr 1904 erneuert. Im Kircheninneren sind die aus der Ursprungsbauzeit erhaltenen Fresken, die unter dem Einfluss der byzantinischen Malerei entstanden sind sowie mehrere aus dem 12. bis 14. Jahrhundert stammende in glagolitischer Schrift verfasste Inschriften. Eine Wandtafel aus dem 12. Jahrhundert gilt als eines der ältesten Zeugnisse der glagolitischen Schriften.