Dvigrad
Im Mittelalter war Dvigrad eines der bedeutensten Handelszentren im Norden von Istrien. Die Hochblüte der Stadt war im Mittelalter, aber davon sind nur noch die teilweise mit Efeu bewachsenen Ruinen übrig. Die strategisch optimale Lage verhalf Dvigrad im Mittelalter zu wirtschaftlichem Aufschwung.
Im 9. Jahrhundert nach Christus wurde Dvigrad erstmals erwähnt (kaštel Parentinom kao Duo Castra, Due Castelli, Dvegrad). Dvigrad kommt von "Dva Grada" was übersetzt zwei Städte bedeutet. Der Name kommt daher, dass auf dem gegenüberliegenden Hügel sich noch eine weitere Burg befand - Monparentin.
Der Aufschwung endete plötzlich, als Dvigrad im Laufe der Jahrhunderte durch Kriege und Krankheit in Mitleidenschaft gezogen wurde.
In den folgenden Jahrhunderten war die Ruinenstadt Dvigrad immer wieder in Kriege verwickelt und Krankheiten wie Pest und Cholera setzen der Bevölkerung der Stadt zu. Als dann Anfang des 17. Jahrhunderts die Malaria ausbrach dezimierte das die Bevölkerung erheblich - Lediglich 10% der circa 700 Einwohner großen Stadt überlebten diese Epidemie und verließen darauf hin Dvigrad und siedelten sich in den umliegenden Dörfern wie z.B. Kanfanar an.
Von der ehemals blühenden Handelsstadt blieb nichts mehr außer circa 200 Häuserruinen und der Ruine der Basilika der Hl. Sophie. Die Stadt wurde nicht zerstört - sie wurde verlassen! Seit dem erobert sich die Natur Stück für Stück das Stadtgebiet zurück.
Seit 1997 wurde Dvigrad "wiederentdeckt" und man begann langsam die Ruinen zu sanieren um dieses Kulturerbe zu erhalten.
Am Besten erreicht man die Ruinenstadt Dvigrad mit dem PKW über die Zufahrt von Kanfanar aus. Dvigrad kann man aber auch auf Wanderrouten oder Fahrradtouren in Istrien besichtigen.